Veranstaltungsberichte

Sogar die Erwachsenen mussten oft lachen, als am 11.03.2018 beim Puppentheater im Alten Bahnhof Kartoffelfritz sich auf den Weg zur Insel Bili-Bili machte.

Vor ausverkauftem Haus faszinierte Eva Böhm mit ihren Puppen Kinder und Enkelkinder. Auf der Suche nach dem Kartoffelkönig begegnete Kartoffelfritz manch skurriler Figur, teilweise mit wunderbarem hessischen Akzent und schaffte es letztendlich sein Ziel zu erreichen.

Der Kulturhistorische Verein bemüht sich, auch im Jahr 2019 das Puppentheater Pusteblume aus Darmstadt für eine Aufführung zu gewinnen, zumal Eva Böhm bald ihre "Puppenkarriere" beenden will.

ej

Das Darmstädter Echo berichtete am 05.03.2018 über den Vortrag von René Bennert über seinen explosiven Job beim Kampfmittelräumdienst. [Link]

Irith Gabriely und Irina Loskova am 26.1.2018 im Museum

Das Duo begeisterte Publikum mit Klezmer, Piano und Anekdoten. Unerwartet beschwingt und fröhlich verlief das Konzert mit dem Duo Irith Gabriely und Irina Loskova am Vorabend des Holocaust-Gedenktages im Alten Bahnhof.

Mit interessanten Kompositionen jüdischer Klassikmusik - stimmungsvoll am Klavier begleitet von der russischstämmigen Pianistin Loskova - versetzte die israelische Klarinettenspielerin die Zuhörer in die Welt der Rabbis und der jüdischen Gemeinschaft.

Das vollbesetzte Haus erlebte u.a. Musikstücke von Paganini, Benny Goodman, Josef Horowitz sowie traditionelle Klezmerstücke. Das Ganze wurde aufgelockert, bereichert mit jüdischen Anekdoten und Witzen. Sowohl der Applaus, die Zugaben als auch der Verkauf der CDs zeigte die Begeisterung, mit der das Publikum den Abend aufgenommen hatte. Nicht mit Blumen, sondern mit Roßdörfer Weinen wurden das Duo Richtung Kassel verabschiedet, wo sie für den Hessischen Rundfunk ein Konzert aufnehmen. ej

Das Darmstädter Echo berichtete am 30.01.2018 über den Auftritt. Zum Bericht

Bildergalerie

   

Alle Fotos: Klaus Seiwald

Stationen einer einjährigen Weltreise: „Australien“

Vortrag von Sabine und Michael Menzel im Museum Roßdorf am 24.11.17

Beim inzwischen fünften Lichtbildervortrag über ihre einjährige Weltreise berichteten Sabine und Michael Menzel über ihre Erlebnisse und Erfahrungen auf dem Kontinent Australien. Obwohl die Reise schon einige Zeit zurückliegt und die meisten Zuhörer im Publikum die vorigen Vorträge besucht hatten, erwarteten 76 Besucher einen nach wie vor spannenden, anschaulichen und lebhaften Bericht über die durchmessenen Weiten des australischen Kontinents. Hervoragende Bilder von den endlosen Weiten im Outback, dramatischen Schluchten, Bergen, Tropenwälder, Tier- und Pflanzenwelt, einsamen Wanderungen, traumhaften Meeresstränden begeisterten die Zuschauer, aber ebenso die Eindrücke von den Großstädten im Südosten Australiens mit den interessanten Kommentaren von Michael Menzel über die Lebensweise der Australier, ihre Mentalität, die soziale Infrastruktur im Vergleich zu Deutschland. Die lebhafte und anschauliche Darstellung zu den Bildern brachten die Reiseindrücke wieder in die Gegenwart zurück und fesselten wie bei den früheren Vorträgen das Publikum.

R. Schug

Vortrag von Dr. Michael Wuttke am 21.10.2017

Wir Roßdorfer leben neben einem Vulkan, nämlich dem Roßberg. Er ist zwar seit Millionen Jahren erloschen, aber die Vorstellung, er könnte wieder einmal aktiv werden, schwebt immer in unserer Vorstellung. Wir werden auch durch wiederkehrende Erdbeben immer wieder daran erinnert, dass die Erde in unserer Umgebung geologische Störzonen aufweist, durch die Magma auf der Tiefe aufsteigen kann, wie dies in der Tertiärzeit beim Roßberg und der Grube Messel geschehen ist. Ursache ist die Absenkung des Oberrheintal-Grabens. Sie schreitet nach wie vor voran und wirkt auf die Randzonen ein, in deren Bereich auch Roßdorf liegt.

An dem Thema besteht offensichtlich großes Interesse, denn zu dem Vortrag erschienen 65 Teilnehmer im Museum, um dem Vortrag des Dipl.-Geologen Dr. Wuttke zu folgen. In sehr anschaulicher Weise und mit hervorragenden Bildern stellte Dr. Wuttke die geologischen Wirkungsmechanismen dar, die zum Aufsteigen von Magma durch die Erdkruste führen. Konkret erläuterte Dr. Wuttke die aktuellen geologischen Forschungsergebnisse zu der nachgewiesenen Maar-Explosion der Grube Messel und beschrieb den wahrscheinlichen Ablauf des Vulkanausbruchs Roßberg. Als gesichert ist anzusehen, dass am Ende der aktiven vulkanischen Phase des Roßberg-Vulkans ein Lava-See im Krater stand und langsam auskühlte, sodass die Basaltlagerstätte mit Säulenstruktur im Vulkanschlot entstand. Interessant war auch die vergleichende Betrachtung mit dem Vulkanismus im ostafrikanischen Grabenbruch und die vulkanischen Ereignisse im Gebiet des Vesuv.

Insgesamt erlebten die Besucher einen äußerst informativen Vortrag mit anschließender lebhafter Diskussion.

R. Schug

Das Darmstädter Echo berichtete in seiner Ausgabe vom 23.10.2017.

Mit Humor und feiner Ironie durch den Alltag

Vor vollem Haus präsentierte die Künstlerin Gundula Schneidewind am 14.10.2017 ihr neues Kabarett-Programm. Beginnend mit dem Lied "Kleiner Scheißer" unterhielt sie das Publikum mit Liedern und Sketchen. So wunderte sich die "Bäuerin Martha aus Ostwestfalen" über die moderne Technik, die nun sogar schon die Haustiere beglückt oder über den Staubsaugerroboter, der eigenmächtig zum Nachbarhof ausreißt und sich danach gar einen Urlaub gönnt.

Höhepunkte waren die therapeutische Betrachtung eines Klappstuhls, die Küsterin und Putzfee, die einen Ikebana-Kurs belebt sowie die spontane Endlosgeschichte, die das Multitalent aus Gundernhausen mit Hilfe von Stichwörtern aus dem Publikum kreierte.

Mit guter Beobachtungsgabe und feiner Ironie beschreibt Gundula Schneidewind die Welt um uns herum, sparte nicht mit Kritik und brachte den Saal zum Schmunzeln und Nachdenken.

ej

Das Darmstädter Echo berichtete am 17.10.2017 unter dem Titel "Aus dem Alltag gefischt".

Ein konzertanter Tangoabend am 3.09.2017

Mi tango queridoZum wiederholten Male traten die beiden Jenaer Musiker Bettina Born und Wolfram Born auf Einladung des Kulturhistorischen Vereins im vollbesetzten Roßdorfer Museum auf.

Beide Künstler sind Absolventen der Musikhochschule Franz Liszt in Weimar und konzertieren seit vielen Jahren sehr erfolgreich in ganz Deutschland und weiteren europäischen Ländern. In einem leidenschaftlichen Zwiegespräch zwischen Akkordeon und Klavier spannten sie den Bogen des traditionellen argentinischen Tangos bis zur großen Dramatik der Kompositionen von Astor Piazolla und Osvaldo Pugliese. Dazu gab es Kostproben weiterer südamerikanischer Komponisten wie Horacio Salgan, Geraldo Rodriguez, Pablo Jose Vasquez und auch eigene Kompositionen der beiden Künstler, die sich gut in den Rahmen des Programmes einfügten. Bettina Born trat sowohl als Akkordeonistin, als Sängerin und auch als Moderatorin auf und vermittelte mit geschickten Erläuterungen den Zuhörern das musikalische Stimmungsbild der dargebotenen Kompositionen.

Wolfram und Bettina Born spielten mit hoher Virtuosität und begeisterten die Zuhörer, die sich mit langanhaltendem Beifall für den gelungenen Abend bedankten.
FJS

Vernissage der FotoausstellungVernissage der FotoausstellungAm Samstag, den 12.08.2017 wurde die Ausstellung von Doris Schäfer, „Fotografische Aspekte des Basaltwerkes (OHI) im Vulkankegel vom Roßberg“ eröffnet.
Vielen Roßdörfer Bürgern ist Doris Schäfer von der freien Künstlerinitiative „Kunst von uns“ bekannt. Frau Schäfer zählt zu deren Gründungsmitgliedern, sie war jahrzehntelang dort aktiv mitgestaltend tätig.

Umso mehr freute sich die Vorsitzende des „Kulturhistorischen Vereins Roßdorf“, Ursula Bathon, mehr als 40 interessierte Besucher begrüßen zu können. Herr Dr. Hans-Peter Harres, der Frau Schäfer schon fast 50 Jahre kennt, sprach die einführenden Worte zu der Ausstellungseröffnung. In dieser Zeit hat er ihre künstlerische Entwicklung bewundernd verfolgt. Er sagte u.a.:

Der Rossberg ist für Doris Schäfer schon seit ihrer Kindheit ein vertrauter Ort. Sie besuchte mit ihrem Vater die einzelnen Abbausohlen, ging mit ihm durch den Steinbruch, wo noch die Schienen der Loren lagen und gewann ihre ersten Eindrücke. Seit den 70er Jahren ist sie bis jetzt zu allen Jahreszeiten in und um den Roßberg gegangen und hat fotografiert. Einer der Gründe dafür ist, dass sie das Gefühl hat, dass in allernächster Nähe, sozusagen vor der Haustüre, etwas ganz Besonderes, Einmaliges existiert, das von den meisten gar nicht als solches wahrgenommen wird.

Ihre analogen und digitalen Fotos der Ausstellung sind Ausdruck einer emotionalen Ebene. Dies wird insbesondere an ihrer Auswahl der Details ersichtlich. Einige Aufnahmen wurden von Frau Schäfer am Computer entweder verändert und verfremdet oder gewählte Ausschnitte wurden freigestellt. Außerdem hat sie ältere Bilder zu Collagen verarbeitet. Insgesamt zeigt es sich, dass Doris Schäfer sowohl eine Vorliebe für das Detail als auch einen Blick für das Besondere hat und auch weiß dieses jeweils hervorzuheben. So werden manche Objekte aus ihrem Zusammenhang genommen und gewinnen dadurch eine andere Bedeutung. Sie werden somit zu künstlerisch gestalteten Bildern.

Durch die eigene Sicht und Vorgehensweise von Doris Schäfer wird somit Alltägliches zum Besonderen. Plötzlich entdeckt man eine Schönheit, die man vorher nicht bewusst wahrgenommen hat. Einige Betrachter werden sich sicherlich fragen, was haben denn diese Bilder mit dem Roßberg zu tun? Es ist aber sicher, dass alle Bilder aus dem Roßberg stammen, auch wenn dies bei einigen Abbildungen nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist.

Das Darmstädter Echo berichtete in seiner Ausgabe vom 14.08.2017 unter dem Titel Bilder wie von einem anderen Planeten.

Kammerkonzert mit wohlklingenden Bläsern

Das Kammerkonzert am 13.05.2017 im Roßdorfer Museum hätte eigentlich bereits am Totensonntag 2016 stattfinden sollen. Wegen Erkrankungen der Musiker musste es verschoben werden und auch die Besetzung wurde geändert. Ein hochkarätiges Ensemble, der Oboist Michael Höfele vom Radio-Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks, der Pianist Norbert Henss von der Akademie für Tonkunst sowie der Fagottist Hans Jürgen Höfele vom Staatstheater Darmstadt boten ein anspruchsvolles Programm mit klassischer und moderner Musik, das die Zuhörer begeisterte.

Als erstes wurde eine Sonatine für Oboe und Klavier des englischen Komponisten Thomas Attwood Walmisley (1814 – 1856) präsentiert. Dieser Komponist lebte in Cambridge als Organist und später als Professor für Musik und ist bekannt für seine Beiträge zur anglikanischen Kirchenmusik. Sein Werk wurde in ruhigem Zeitmaß und mit weichem, schönem Ton vorgetragen und war für viele Anwesende eine Neuentdeckung. Danach hörte man das bekannte As-Dur-Impromptu für Klavier Solo von Franz Schubert, von Norbert Henss sehr eindrucksvoll interpretiert.

Ein zeitgenössisches Werk von Christhard Janetzki, die viersätzige Sonate für Fagott und Klavier, schloss sich an. Der anwesende Komponist, aus der Schule von Paul Hindemith, stellte sein Werk vor und gab dazu einige Erläuterungen. Er bezeichnete die Stilrichtung als nicht avantgardistisch, sondern eher als neoklassisch. Dieses Werk entstand um das Jahr 2000 und wurde von den gleichen Musikern gespielt wie bei der Uraufführung. Besonders der letzte Satz bestach durch atemberaubend schnelle Passagen beider Spieler, besonders des Fagottisten.

Nach der Pause gab es das Duo für Oboe und Fagott von Allan Stephenson, ein modernes Werk des britischen Komponisten, der zurzeit in Südafrika lebt und sich von der einheimischen Musik inspirieren lässt. Die beiden Geschwister Höfele harmonierten hervorragend miteinander und gaben mit wohlklingendem Bläserklang eine Kostprobe ihres Könnens.

Zum Schluss des Abends kam mit Beethovens Trio für Oboe, Fagott und Klavier, dem Gassenhauer-Trio, wieder die klassische Musik zur Sprache. Dies war zudem die einzige Möglichkeit des Abends, alle drei Musiker gemeinsam zu hören. Eine kurze Zugabe, Salut d‘ amour von Edgar Elgar beschloss einen gelungenen Konzertabend, dessen Zuhörer sich mit lang andauerndem Applaus bedankten.

FJS

Das Darmstädter Echo berichtete in seiner Ausgabe vom 24.04.2017 über die Ausstellungseröffnung mit Kunst aus dem Bestand des KHV. Zum Bericht.

Puppenspiel im Museum am 26.3.2017 stark nachgefragt

Siggi, der kleine Ritter, hatte sich vor vollem Haus zu beweisen: Ritter werden und den Drachen besiegen oder lieber Musik machen und Lieder trällern?

Im abgedunkelten Museum erlebten zahlreiche Kinder eine spannende Stunde mit den wunderbaren Puppen von Eva Böhm. Die Darmstädter Künstlerin war früher oft Gast der Kinder- und Jugendförderung gewesen, doch schon ewig nicht mehr in Roßdorf.

Dankbar zeigten sich die Kinder und Eltern, dass der Kulturhistorische Verein so eine spannende Vorführung für die Kleinen wieder möglich gemacht hatte. Der parallel stattfindende Ostermarkt in der AWO-Anlage war eine schöne Ergänzung zum sonntäglichen Besuch des Puppentheaters Pusteblume.

ej